Berlin-Tipps

berlin bei nacht
22.07. 15:00 Natursportpark Blankenfelde: Schmutzki, Milliarden, Chefboss, Q,  Venterra, Mencouch, Opalaxy, Myarms (IndieRock, Punk) 13e bd. Tage 19e
22.07. 16:00 Stadtpark Parkaue: Banda Bassotti, Damion Davis, Tapete (Ska, HipHop) 0e
22.07. 19:00 HdKW: Bixiga 70, Los Pirañas (Samba, Cumbia, Surfrock) 19e
22.07. 19:00 Schokoladen: Pisse, Levitations, Häxxan, 13 Year Cicada, La Tourette (Punk, Pop) 0e
22.07. 21:00 Badehaus Szimpla:  Eek-A-Mouse (Reggae) 18e
22.07. 21:00 Cortina Bob: Fotzen Power Germany, Nunofyrbeeswax, Mommy Boys (Punk)
22.07. 22.00 Wild At Heart: Laura Bean & Band (Country) 10e
22.07. 23:00 Rosis: Eintakter,Moritz Guasa, Herrmann Stöhr, Myk Derill, Niklas Harder, Stahlbetrieb ft.Nils Lennart Haack, Wolfgang K (Techno, House)
22.07. 23:30 Gretchen: The Gaslamp Killer, Kutmah, Soulmind, Money $ex Records ft.Delfonic (Electro, Hip Hop) 15e
22.07. 23:59 Ava: FLXXX, El Fulminador, Utopyk Jones, Traveller X, Camire, Korsakov (Techno)
22.07. 23:59 Burg Schnabel: Nico Adomako u.a. (House)

23.07. 12:00 Kosmonaut:  Empro, Kontny & Stache 0e
23.07. 13:00 Else: The Kicks, Dinky, Julietta, Bill Patrick, Subb-An, Federico Molinari, Maayan Nidam, Alex Picone  (House)
23.07. 16:00 Schokoladen: Auge Blau, Wood In Di Fire, Kitty Solaris, Ripstop (Shanty, Reggae, Electronica) 0e
23.07. 16:00 Klunker Kranich: c0nne, Sauerkraut, Saar:erer
23.07. 20:00 Festsaal Kreuzberg: Panteon Rococo, Yansn, Do25inco (Latin Rock, Ska, Patchanka) 22e
23.07. 20:00 Internet Explorer: Plattenbau (Post Rock, Empfehlung)
23.07. 20:00 Yaam: Nação Zumbi, Afojuba Maracatu (Rock, Hip Hop, Funk) 27e
23.07. 21:00 Clash: Face to Face, Spoilers (Melodycore) 12e
23.07. 22:00 About Blank: J.Tijn, Myfeminineside, Ed:son, Xelk, Hannes Rühlmann

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Open Air Festivals 2017 - Ein Überblick

rockfestival glien

3./4./5. August  
Haltestelle Woodstock - Kystryn, Polen 
http://woodstockfestival.pl/en/

4./5./6.August 
Resist To Exist - Berlin
http://resisttoexist.de/wp/

11./12./13.August 
SonneMondSterne - Saalburg
http://www.sonnemondsterne.de/
(Materia, Fritz Kalkbrenner, Sven Väth)
 

16./17./18./19.August 
Chiemsee Summer - Übersee
http://www.chiemsee-summer.de/

18./19./20.August 
Highfield, Störmthaler See, Leipzig
http://www.highfield.de/
(Placebo, Billy Talent)

9./10.September
Lollapalooza - Berlin, Hoppegarten Rennbahn
http://www.lollapaloozade.com
(Foo Fighters, Beatsticks, The xx, Cro, Materia, DJ Westbeam) 

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G-20: "The battle of Hamburg" - Strassenkampf ungefiltert (No Comment)

Es war wohl die heftigste Straßenschlacht, die die Bundesrepublik in den letzten 25 Jahren gesehen hat. Wie heftig, zeigt das folgende 45-Minuten lange No-Comment-Video. Aufgenommen am Freitag, den 07.07.2017 zwischen 20:00 und Mitternacht im Hamburger Schanzenviertel. Gedreht von einem französischen Videoteam, zeigt es minutiös die Riots aus der Sicht der steinewerfenden Autonomen. Zu sehen auch, wie hessische Polizeieinheiten zunächst versuchen, die Herrschaft über die Straßen im Schanzenviertel zurück zu erobern. Massiv mit Steinen angegriffen werden, dann die Flucht ergreifen. Strassenkampf, ungefiltert. Mehrfach dabei auch zu hören: der Schlachtruf "Ahu". Eigentlich aus der Hooliganszene bekannt. Im Video auch zu sehen, wie Läden geplündert, Bankautomaten zerstört werden. Als für Stunden Anarchie herrschte.

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G-20: "Steine!"- Hinter den Wasserwerfern an den Landungsbrücken

von Fred Kowasch, Hamburg

"Alles ganz?! "Gesund geblieben?". "Überlebt?". Die Reaktionen nach so einem Hamburg-Ausflug sind vielfältig. Dabei wollte ich eigentlich nur am Hafen ein Fischbrötchen essen. Und ein paar Aufnahmen machen. Solche Riots laufen - im Prinzip - nach den gleichen Mustern ab. Und: hinter den Frontlinien ist es oftmals sehr ruhig. Da trifft man einen Anwohner, der mal schnell mit seinem Roller vorbei gekommen ist. Selbstverständlich filmt er auch. Mit dem Handy. Der Koch und der Kellner einer nahe gelegenen Pizzaria machen gerade Pause. Ihre Smartphones nicht. Hin und wieder fliegen von vorn ein paar Steine durch die Luft, prallen ab auf dem Asphalt. Im Gegenlicht sind sie gut erkennbar. "Ich würde hier nicht ohne Helm stehen." Jaja. 


Dann geht es voran. Die Wasserwerfer spritzen. Der Räumpanzer rollt - im Abstand von Hundert Metern - hinterher. Mittlerweile habe ich die Fußgängerüberführung erklommen. Da fragt mich ein TV-Reporter: "Wo sind wir eigentlich, hier?" Muß ein Profi sein. Der anschließend bei N24 auf Sendung geht. Unten explodiert ein Böller. Ein Polizist bricht zusammen. Die Menge johlt. Abseits liegen ein paar Beamte erschöpft am Boden. Ein Kollege hat sein Bild des Tages gemacht. Mit dem Teleobjektiv. Es wird später auf stern.de erscheinen. Ich schaue kurz, was ich gedreht habe, gehe zum Imbiss an die Landungsbrücken. "Ein Matjes-Brötchen bitte". "Drei Fünfzig". Hungrig beiße ich hinein. Der Tag ist ja noch nicht zu Ende.

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G-20: 'Welcome to hell' - Warum eine Demo nach Hundert Metern eskalierte

von Fred Kowasch, Hamburg

06.07.2017
Wenn man eine Demonstration 'Welcome to Hell' nennt und am Vorabend des G-20-Gipfels aufläuft, braucht man sich nicht wundern, wenn die Regierenden dass nicht gern sehen. Schon im Vorfeld hatten Justizminister Heiko Maas und Bundesinnenminister Thomas de Maizière faktisch die Devise ausgegeben: 'Knüppel frei'. 100 Meter waren am Hamburger Hafen gerade gelaufen, da ging schon nicht mehr. Rund zwei Drittel der Demonstranten in den beiden vorderen Blöcken sind sichtbar vermummt. Gewalttätig waren sie zu dieser Zeit nicht. Ein paar ziehen sich zu dieser Zeit noch am Rande um. Bürgerliches Outfit runter, schwarze Klamotten an. Ich hörte deutsch, italienisch, französisch. Griechisch nicht.
hafenspannung
Auf einmal kommen seitlich Hunderte Cops in Kampfmontur. Fast alle sind vermummt, viele haben die Augen weit aufgerissen. Nach gut einer halben Stunde dann Hektik. Dutzende Autonome klettern plötzlich am seitlichen Geländer hoch, während die Beamten in die Menge rennen, schlagen, verletzen. Um Festnahmen wegen Vermummung geht es ihnen sichtbar nicht. Erst dann fliegen Flaschen und Böller. Tränengasgranaten wurden gezündet, Umstehende ringen nach Luft. Später fliegen dann auch Steine. Ein Räumpanzer rast am Hafen entlang, als würden dort keine Menschen stehen. Ich selbst habe mindestens ein Dutzend Verletzte gesehen, üble Beinverletzungen zum Beispiel. Ausgewiesene Pressevertreter wurden von der Polizei massiv angegangen, auch auf Sanitäter nahmen die Beamten keine Rücksicht. Ein Wunder ist es, dass an diesem Nachmittag am Hamburger Hafen keiner starb.

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Sport inside Special: Falsches Spiel - Wettmanipulation Im Tennis

Ein Film von Benjamin Best, Fred Kowasch und Tom Mustroph
Sport inside Special, WDR Fernsehen, Sonntag, 7.5.2017, 22.05 - 22:35 Uhr

In kaum einem anderen Sport ist es so leicht zu manipulieren wie in der Einzelsportart Tennis. Der sogenannte "weiße Sport" kämpft seit mehr als zehn Jahren mit massiven Vorwürfen: Betrug, Manipulation, Vertuschung. Wettsyndikate, vor allem aus Russland, Südamerika und Italien, sind auf der Suche nach Tennisspielern, die für Geld Spiele manipulieren. Experten schätzen den weltweiten Umsatz bei Tennis-Wetten auf fünf Milliarden Euro. 

Im vergangenen Jahr haben die internationalen Tennisverbände 292 verdächtige Matches gemeldet. So viele wie nie zuvor. Mittlerweile kommen 80 Prozent aller verdächtigen Sportereignisse in Bezug zu Wettmanipulation aus dem Tennis. Seit Jahren stehen die internationalen Tennisverbände in der Kritik, zu wenig gegen die Manipulation zu unternehmen.



Vor allem Tennisturniere der zweiten bzw. dritten Kategorie, sogenannte Challenger- und Future-Turniere, sind für Betrug anfällig, weil hier das Schmiergeld höher sein kann als die geringen Preisgelder. "Die Wettbetrüger sind keine dummen Menschen, ganz im Gegenteil die wissen genau wen sie ansprechen müssen, wo die Saat auf fruchtbaren Boden trifft", erklärt Tennisprofi Andrea Petkovic gegenüber Sport inside. Sport inside trifft Ermittler, spricht mit Tennisprofis und stößt bei den Tennis-Weltverbänden auf eine Mauer des Schweigens.

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"Zeigen, was ist!" - Gespräch über die Dreharbeiten zu »Inside Hogesa«

"Sind Teile der Medien durch ihre Sensationsberichterstattung nicht die Werbeagentur der Hools?"

hoolbuch
"Wieso? Große Teile der Medien können ja nicht mal einen Ultra von einem Hooligan unterscheiden. Das hat man ja in »Reinkultur« nach den Ereignissen vom 26. Oktober 2014 in Köln gesehen. Sondersendung folgte auf Sondersendung, Talkshow auf Talkshow. Es wurde viel geredet, meistens völlig kenntnisfrei. In ihrer publizistischen Arroganz sind viele Medien – vor allem im TV und das nicht nur in diesem gesellschaftlichen Spannungsfeld – unfähig oder unwillig, differenziert zu berichten. Den Hools ist das ohnehin längst egal. Sie haben ihre eigenen Medien. Sind auf Facebook oder VK (eine Art russisches Facebook) unterwegs, kommunizieren über Whatsapp. Für die etablierten Medien haben sie – wenn überhaupt – nur Verachtung übrig." 

"Sind durch HogeSa nicht völlig neue Politiker in die Öffentlichkeit getreten?" 


"Ja. Wenn man sie denn Politiker im herkömmlichen Sinn nennen will. Aber eins ist klar: Dominik Roeseler, Tatjana Festerling, Edwin Wagenveld und Michael Stürzenberger wurden durch HogeSa-Veranstaltungen bundesweit bekannt. Weil sie sich im Gegensatz zu den meisten anderen Teilnehmern auch öffentlich äußerten. 

Andere – insbesondere die rechtsgerichteten Hools in der HogeSa-Gründungsgruppe – haben dadurch eine tiefere Politisierung erfahren. Sie haben gelernt, wie man Demonstrationen und Kundgebungen anmeldet und durchführt. Aber auch, wie man gegen polizeiliche Verbote rechtlich vorgeht. Wie man – mit den früher so verfeindeten Hoolgruppen anderer Vereine – gemeinsame politische Aktionen abspricht und durchführt. »In den Farben getrennt, in der Sache vereint« – dieser Slogan kommt ja nicht von Ungefähr." WEITER

Hier gehts zum gesamten Gespräch ....


Hier gehts zum Buch 'Fäuste, Fahnen, Fankulturen"

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Im Kino: 'Weit' - Die Geschichte von einem Weg um die Welt (Doku)

Es kommt durchaus vor, dass ein Dokumentarfilm erfolgreich ist. "Weit" ist so ein Film. 30.000 Zuschauer sahen das reale Road-Movie allein in Freiburg. Nun läuft der Film in 50 anderen Kinos, bundesweit. Es geht um ein Pärchen, dass um die Welt trampt. Von Freiburg über den Balkan nach Moskau, von dort aus weiter über das Pamirgebirge nach Pakistan. Drei Jahre sind die beiden unterwegs, schlafen oft im Zelt, leben von nicht mehr als fünf Euro am Tag. Im Mittelamerika werden sie zu dritt. Ausschnitte aus der sehnsüchtig machenden Reise gibt es in einem Videotagebuch. Am Besten: Ab ins Kino!

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